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Abwehr

Ratgeber Abwehrkräfte

Starker Schutz vor Bakterien, Viren und Pilzen

Stand: 12.12.2018

Die Nase läuft, der Hals kratzt oder Fieber macht sich breit - dann hat es anscheinend versagt: das Immunsystem. Bakterien oder Viren konnten in den Körper und die Blutbahn eindringen und sich voll entfalten. Warum werden wir krank und warum erwischt es den einen öfter als den anderen? Was das Immunsystem eigentlich ist, wie es funktioniert, wo seine Schwachstellen sind und wie Sie es am besten unterstützen, lesen hier.

Das Immunsystem besteht aus mehreren Einheiten, die parallel arbeiten und gemeinsam vor Infektionen schützen. Meist so erfolgreich, dass wir gar nichts davon merken. Manchmal ist unser Immunsystem aber nicht auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit. Bakterien, Pilze oder Viren breiten sich aus, Krankheiten sind die Folge. Mögliche Gründe: Stress, Rauchen, Alkohol oder Medikamente lassen freie Radikale im Körper entstehen, die gesunde Zellen im Körper angreifen. Zudem liefert eine unausgewogene Ernährung den Immunzellen nicht genügend Energie, um aktiv zu bleiben. Aber auch Krankheiten oder hormonelle Umstellungen wirken sich negativ auf die Abwehr aus. Werfen wir einen Blick auf das komplexe System der Immunabwehr und finden heraus, wie wir es am besten bei seiner Arbeit unterstützen.

Allgemeine Abwehr

Speichel oder auch der Nies- und Hustenreflex stellen je nach betroffenem Organ Barrieren dar, die Bakterien, Viren und Keime auf physikalische und auch chemische Art abhalten. Sie sind nicht auf bestimmte Keime spezialisiert, sondern stellen sich aggressiv allen Arten in den Weg und hindern sie daran, in unseren Körper zu gelangen:

  • Enzyme, wie Lysozym in Tränen und Speichel, greifen die Zellwand der Bakterien an und bringen sie so zum Sterben.
  • Schleimhäute in der Nase oder in den Bronchien fangen Fremdstoffe ab, die über die Flimmerhärchen abtransportiert werden. Die Schleimhaut erneuert sich ständig, um Fremdstoffe abfangen zu können.
  • Der Säureschutzmantel der Haut wehrt dank seines pH-Wertes von 5,5 viele Keime ab. Sie können in diesem sauren Milieu nicht überleben.
  • Saure Sekrete, wie die Magensäure, hemmen das Wachstum der Viren und Bakterien oder töten sie.
  • Bakterien im Darm verhindern, dass körperfremde Bakterien, die den Weg über die Speiseröhre bis in den Darm überleben konnten, über die Schleimhaut in die Blutbahn gelangen

Zelluläre Abwehr

Alle Bakterien, die trotz physischer Barrieren in die Blutbahn eindringen konnten, treffen auf Abwehrzellen, die weißen Blutkörperchen. Diese reagieren sofort und gehen auf die Jagd: Fresszellen können unbekannte Erreger als feindlich identifizieren und mittels ihrer Zellmembran umschließen - quasi auffressen und so töten.

Hierbei schütten sie Botenstoffe aus, sogenannte Zytokine, die als Alarmsirenen fungieren und weitere Fresszellen zu Hilfe rufen. Mastzellen schütten in solchen Gefahrensituationen zusätzlich Histamin aus. Dieses startet die Entzündungsreaktion: Schleimhäute sondern vermehrt Sekrete ab, die Nase juckt, der Niesreflex setzt ein, um die Erreger aus dem Körper heraus zu transportieren.

Humorale Abwehr

Dieses System wird erst einige Tage nach der Infektion aktiv, merkt sich dafür aber die Erreger, mit denen der Körper schon einmal in Kontakt war. B- Lymphozyten erkennen schon von Weitem die Struktur der Bakterien und Viren an deren Antigenen. Haben sie die fremden Mikroorganismen identifiziert, ziehen sie sich zurück und bilden Antikörper, die speziell auf die Strukturen der Erreger zugeschnitten sind. Diese Antikörper dienen der Markierung der Erreger und machen sie zwischen all den anderen Blutkörperchen und Mikroorganismen gut sichtbar, so dass sie von Fresszellen sehr leicht gefunden und getötet werden können. T-Lymphozyten dienen als Wegweiser für die B-Lymphozyten und zeigen ihnen, wo sie ihre Antikörper in Ruhe produzieren können. Zudem schütten sie Zytokine aus und versetzen damit alle Immunzellen in Alarmbereitschaft, so dass diese jederzeit einsatzbereit sind. B- als auch T-Lymphozyten haben ein gutes Gedächtnis und merken sich über Jahre hinweg, mit welchen Erregern sie zu tun hatten. Bei einem erneuten Kontakt erkennen sie den Erreger bereits viel früher und können schneller Antikörper bilden und den Eindringling zerstören.

Fünf Säulen der Immunabwehr

  • Bewegung hilft, am besten an der frischen Luft
  • Durchblutung mit Wechselduschen anregen
  • Ausreichend schlafen
  • Stress reduzieren, Entspannung einplanen 
  • Genussmittel reduzieren

Das macht stark: Natürliche Immunbooster

Vitamin C

Vitamin C kommt vor allem in Früchten, Beeren und Gemüse vor. Acerolakirschen, Sanddorn, Paprika oder Brokkoli enthalten zum Beispiel besonders viel. Zu beachten: Frische Früchte und Gemüse rasch verzehren, denn Vitamin C ist luft- und lichtempfindlich. Der Vitamingehalt sinkt mit Lagerzeit und Verarbeitungsgrad. Als Bestandteil der T-Lymphozyten unterstützt Vitamin C deren Vermehrung und stärkt so das Immunsystem. Vitamin C wirkt zudem als starkes Antioxidans. Diese Eigenschaft als Radikalfänger hilft, schädliche Moleküle im Körper zu neutralisieren und so die Immunzellen vor Angriffen zu schützen. Produkte zur Ergänzung: Cerola Vitamin-C-Taler von Dr. Grandel, BioSphere mit Hagebutte und Holunder von Dr. Dünner, Acerola plus von Alsiroyal, Acerola C-1000 Plus von Rabenhorst, Acerola Frischpflanzenpresssaft von Schoenenberger, Sanddorn Vollfrucht von Donath

Heilpflanzen

Echinacea (Sonnenhut) wächst in Ost- und Nordamerika und wurde bereits von den indianischen Ureinwohnern zur Kräftigung eingenommen. Cistus (Zistrose) findet man im Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln. Echinacea enthält Alkamide, die mit den Immunzellen im Körper in Verbindung treten und dafür sorgen, dass vermehrt Fresszellen gebildet werden, die Bakterien und Viren schnellstmöglich bekämpfen. Enthaltene Kaffeesäurederivate wirken entzündungshemmend. Cistus ist eine der polyphenolreichsten Pflanzen der Erde. Die sekundären Pflanzenstoffe schützen die Zellen vor freien Radikalen und helfen Krankheiten vorzubeugen. Das Pflanzenöl Cineol pflegt Rachen und Bronchien. Eugenol wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Produkte zur Ergänzung: Echinacea Frischpflanzenpresssaft von Schoenenberger, ImmunPro Cistus von Hübner, Cistus Plus Infektblocker von Alsiroyal

Milchsäure

Milchsäure entsteht durch den Abbau von Zucker durch Milchsäurebakterien unter Ausschluss von Sauerstoff. Sie ist in allen milchsauren Produkten wie Kefir oder Joghurt zu finden sowie in Brottrunk, Sauerkraut oder Saftmost. Ein ähnlicher Prozess läuft auch in den menschlichen Zellen ab. Dabei entsteht ausschließlich rechtsdrehende Milchsäure. Die rechtsdrehende Milchsäure aus Lebensmitteln wirkt, da körperähnlich, positiv auf den Organismus. Sie baut die Darmschleimhaut auf, reguliert den Säure-Basenhaushalt im Körper und verbessert so das Immunsystem. Produkte zur Ergänzung: Rechtsregulat Bio von Dr. Niedermaier, Vita Biosa von Biosa

Zink

Zink ist an mehr als 200 Reaktionen im Stoffwechsel beteiligt und kommt im besonderen Maße in Fleisch, Fisch, Eiern, Milch, Vollkorn, Nüssen und Hülsenfrüchten vor. Eine zusätzliche Zinkeinnahme in den ersten 24 Stunden nach einer Infektion kann eine Erkältung um einen Tag verkürzen und den Schweregrad reduzieren. Zink unterstützt die Reifung der T-Lymphozyten und stabilisiert die Mastzellen. Diese schütten so weniger Histamin aus und Erkältungssymptome, wie juckende Augen und eine zugeschwollene Nase, gehen zurück. Produkte zur Ergänzung: VitaGran Immun Direkt von Dr. Grandel, Zink + Histidin plus Vitamin C von Alsiroyal, Zink von Bakanasan

Darmbakterien

Die Darmflora beschreibt die Gesamtheit aller Bakterien im Darm und dient als wichtiger Bestandteil des Immunsystems zur Abwehr von schädlichen Bakterien und Viren. Eine ausgeglichene Darmflora wird durch eine gesunde Ernährung mit vielen Ballaststoffen aus Vollkornprodukten, Obst und Gemüse, sowie Milchsäurebakterien aus Joghurt oder Sauerkraut unterstützt. Medikamente, ungesunde Ernährung oder Stress können die Darmflora aus der Balance bringen. Dann vermehren sich Keime, die sich in einem gesunden Organismus nicht vermehren sollten und verdrängen andere Bakterien, womit das gesamte System durcheinandergebracht wird. Jetzt ist eine Darmsanierung mit hochdosierten Bakterien-Präparaten sinnvoll. Neben einer starken Abwehr sorgen diese Bakterien zudem dafür, dass Nährstoffe ordentlich verdaut und verwertet werden. Sie pflegen die Darmschleimhaut, sorgen für ein gutes Bauchgefühl und eine positive Stimmung. Ergänzende Produkte: Darmflora Plus, Darmflora Restore oder Darmpflege-Kur Intensiv von Sanatura, Granoflor von Dr. Grandel, Darm-Care Biotic Duo von Salus

Sekundäre Pflanzenstoffe

Mehrere tausend verschiedene Substanzen zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie werden von Pflanzen gebildet, die sich hiermit vor Fraßfeinden schützen. In Obst und Gemüse, besonders in farbintensiven Sorten, kommen sie häufig vor. Jede einzelne Struktur der Pflanzenstoffe hat neben der schützenden Wirkung vor freien Radikalen ein eigenes Wirkspektrum. Carotinoide, die zum Beispiel für die gelblich-rote Färbung von Paprika oder Karotten zuständig sind, regen das Immunsystem an: Sie fördern das Wachstum von B-und T-Lymphozyten und unterstützen die Bildung der Botenstoffe im Immunsystem. Flavonoide, wie zum Beispiel in Cranberries, Aroniabeeren und Grünkohl, hemmen das Wachstum von Bakterien und Pilzen und wirken antientzündlich. Sie vermindern die Freisetzung von Histamin und beruhigen so allergische Symptome. Curcumin aus der Gewürzknolle Kurkuma lässt Entzündungen abklingen und hemmt das Wachstum von Krebszellen. Saponine, wie die Ginsenoside aus Ginseng, verstärken die Produktion von B- und T-Lymphozyten und helfen dem Körper so, systematisch gegen Krankheitserreger vorzugehen. Ergänzende Produkte: PhytoWorld mit Curcuma von Dr. Dünner Ginseng Tabletten von KGV Ginseng, Aroniasaft von Aronia Original, Cranberrysaft von Rabenhorst

Vitamin D

Über Lebensmittel kann der Bedarf an Vitamin D nur sehr eingeschränkt gedeckt werden. Relativ reich an Vitamin D sind: fetter Fisch, Ei, Käse, Pilze, Avocado. Nahrungsergänzungen werden besonders im Winter empfohlen, denn 90% des Vitamin D-Bedarfs muss über die Sonneneinstrahlung (vor allem UV-B) und die dadurch aktivierte Eigen-Produktion in der Haut gedeckt werden. Vitamin D aktiviert und steuert das Immunsystem. Über Rezeptoren auf ihrer Oberfläche kann jede Immunzelle mittels Vitamin D aktiviert und gesteuert werden. Das Vitamin modelliert die Empfindlichkeit des Systems, sorgt für die Ausschüttung von Abwehrstoffen, verhindert chronische Entzündungen und sorgt dabei sogar dafür, dass sich aggressive Aktivitäten nicht gegen den Körper selbst richten. Besonders in der Bekämpfung von Viren von Bedeutung. Ergänzende Produkte: Darm Care von Salus, Vitamin D3 1000 vegan Vital-Kapseln von Salus

Bienenprodukte

Propolis, eine Mischung aus Gummi und Harz, verwenden Bienen als Kittstoff für den Bienenstock, zur Desinfektion und Verstärkung der Bienenwaben. Blütenpollen werden von Bienen gesammelt und dem Volk, gemischt mit Speichel und Pflanzennektar, als proteinreiche Nahrung angeboten. Manuka Honig stammt aus dem Nektar der Manuka-Pflanze aus Neuseeland. Propolis enthält besonders viele Flavonoide und wirkt deshalb gegen Bakterien, Viren und Pilze. Propolis regt die Thymusdrüse an und unterstützt so das Immunsystem. Bienenpollen enthalten Vitamine und Mineralstoffe, wirken antibakteriell und antiviral. Nicht für Pollenallergiker geeignet! Mit einem besonders hohen Wert an dem antibakteriell wirksamen Methylglyoxal kann der Manuka Honig gegen Bakterien, Viren oder Pilze äußerlich und innerlich eingesetzt werden. Ergänzende Produkte: Propolis Kapseln von Bakanasan EssenzaVita mit Propolis von Dr. Dünner, Dr. Kleinschrod's Propolis Kapseln von Alsiroyal, Blütenpollen von Bergland, Manuka Honig von Neuseelandhaus, verschiedene Stärken

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